Martin Stadtfeld + Münchner Streichquartett

Sonderkonzert

14. April 2018, 20 Uhr 

zum Frühlingsanfang

im Sparkassenforum

 

Franz Schubert

Streichquartettsatz
c-Moll D 703

 

Ludwig van Beethoven

Streichquartett
F-Dur op. 59/1

 

Pause

 

Johannes Brahms

Klavierquintett f-Moll op.34

 

 

 

Begonnen hat die Laufbahn des Pianisten Martin Stadtfeld mit einem Klavier vom Räumungsverkauf. Schon mit sieben Jahren steht sein Berufswunsch fest: Konzertpianist. Früh erkundet er die Regeln und Geheimnisse von Kontrapunkt und Harmonielehre; als Jungstudent kommt er in Frankfurt in die Klasse von Lev Natochenny. Es beginnt die Zeit, in der Stadtfeld bei Wettbewerb-en für Furore sorgt, er gewinnt Preise in Paris, in Bozen und Leip-zig. Den dortigen Bach-Wettbewerb kann Martin Stadtfeld im Jahr 2002 als Sieger des ersten Preises für sich entscheiden.

 

Es ist dies eine Auszeichnung mit Symbol-Charakter. Denn die Musik von Johann Sebastian Bach ist für den Pianisten wie das Cape Canaveral der Musik. Von hier aus führen alle Wege in den Kosmos der Musikgeschichte. Kein Wunder also, dass Stadtfelds erste CD-Aufnahme wie eine Rakete zündet: Ausgerechnet mit ei-nem der heikelsten Werke der gesamten Klavierliteratur, mit Bachs „Goldberg-Variationen“ beginnt der 22-jährige Pianist seine Aufnahme-Karriere. Wie einst Glenn Gould – noch dazu beim sel-ben Label. Das Presse-Echo ist weltweit groß und inzwischen ist Martin Stadtfeld heimisch auf den berühmten Konzertpodien der Welt und Gast bei den großen Orchestern und Festivals.

 

Doch der Erfolg hat Martin Stadtfeld nicht in ein Korsett wachsen lassen, geschnürt von den Gesetzen des Marktes, vielmehr hat er sich seine Unverkrampftheit bewahrt, ob beim Üben im heimischen Klavier-Studio mitten im Ruhrgebiet, bei der Zusammenstellung von beziehungsreichen Konzertprogrammen oder in der Kommu-nikation mit dem Publikum. „Musik wirkt sehr unmittelbar auf uns Menschen. Einfache Harmonien können in jedem von uns etwas auslösen. Daher steht Musik für Menschlichkeit, für universelle Gefühle wie Trost, Hoffnung – und sie steht auch für eine ständige Auseinandersetzung mit uns selbst.“

Auf Martin Stadtfeld wartet schon die nächste Herausforderung: Von den Schätzen der Vergangenheit lernen, und Neues daraus schöpfen. Sein erstes eigenes Werk, ein Zyklus der Auseinander-setzung mit Bachs Musik, wird Bestandteil der kommenden Saisonprogramme.

 

Die Geigerin  Anne Schoenholtz begann im Alter von vier Jahren mit dem Violinspiel. 1995 wurde sie Jungstudentin an der Hoch-schule für Musik Hanns Eisler in Berlin und setzte ihre Ausbildung später in Weimar und Luzern fort. 2003 gründete sie mit Studien-kollegen das Gémeaux Quartett und blieb bis Sommer 2010 des-sen erste Geigerin – mit zahlreichen Konzerten in Sälen wie der Berliner Philharmonie, der Wigmore Hall London, der Opera Bastille Paris und dem KKL Luzern. Neben ihrer Tätigkeit als Kam-mermusikerin konzertierte Anne Schoenholtz auch solistisch mit Orchestern wie den Festival Strings Luzern, dem Landesjugend-orchester Nordrhein-Westfalen oder dem Kammerorchester „Franz Liszt“ Weimar.

 

Stephan Hoever, 1965 in Essen geboren, erhielt den ersten Violinunterricht bei seinem Vater. Zunächst gehörte er als Jung-student der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf an, wo er seine Ausbildung 1992 mit dem Konzertexamen „mit Auszeich-nung“ abschloss. Er vervollständigte seine Studien bei Prof. Franco Gulli an der Indiana University, School of Music in Bloomington, USA. Anschließend war er Stimmführer im European Community Youth Orchestra unter Claudio Abbado und Zubin Mehta. Von 1993 bis 1995 war er Mitglied des Tonhalleorchesters Zürich.

 

Mathias Schessl wurde 1967 in München geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht bei Prof. Gerhard Seitz. Nachdem er 1983 zur Viola gewechselt hatte, unterrichtete ihn sein Vater Franz Schessl. Von 1984 bis 1990 studierte er bei Thomas Riebel am Mozarteum in Salzburg sowie bei Kim Kashkashian. Bereits währ-end dieser Zeit war er Mitglied bei der Camerata Academica Salz-burg unter der Leitung von Sándor Vegh. Als Gründungsmitglied des Münchner Streichquartetts nimmt die Kammermusik einen weiten Raum in seinem künstlerischen Schaffen ein: Mathias Schessl war Quintettpartner des Joachim-Koeckert- und des Bartók-Quartetts und unternimmt ausgedehnte Kammermusik-reisen, u.a. nach Japan. Darüber hinaus widmet sich der vielsei-tige Musiker als Dozent der Salzburger Jeunesse der Ausbildung einer jungen Künstlergeneration.

 

Jan Mischlich wurde 1969 in Jugenheim geboren und begann mit dem Cellospiel im Alter von neun Jahren. Seine Ausbildung als Jungstudent folgte an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim. Er nahm an verschiedenen Meisterkursen teil und beendete seine Studien 1996 „mit Auszeichnung“ an der Musikhochschule Karls-ruhe. Als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und als Solocellist in deren Kammerensemble Resonanz sammelte er erste solistische und kammermusikalische Erfahrungen.

 

Die Streicher sind Mitglieder im Radio-Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks

 

 

 

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